
Einführung
Unser Weg führt durch das ursprüngliche, von der Kultur der Bergbauern geprägte Trentino. Wir wandern vom schön gelegenen Aldein in den Trudener Nationalpark und entlang der deutsch-italienischen Sprachgrenze hinüber ins Cembra-Tal. Wir haben reiche Ausblicke auf die Felszinnen der Dolomiten, das mächtige Ortler-Massiv und den Rosengarten. Vorbei an den Erdpyramiden von Segonzano, einem weiteren Highlight, gelangen wir ins „vergessene“ Fersental, einer deutschen Sprachinsel im Trentino. Hier wandern wir zwei Tage in stetigem Auf und Ab über die Höhenwege des Lagorai-Gebirges. Auf unserem Weg oberhalb der Baumgrenze genießen wir das prächtige Panorama. Vom Ziel in Roncegno Therme fahren wir gemeinsam zurück zum Startpunkt unserer Weitwanderung.
Anreise
Mit der Bahn: Im Zug über München nach Bozen. Von dort 2 Stationen mit dem Regionalzug nach Branzoll/Branzolo. Mit dem Auto: über München oder Ulm bis nach Innsbruck. Dort auf die A13 und e35 bis Ausfahrt Bozen-Süd. Von da über die SS12 Richtung Via Statale bis nach Branzoll.
Vorbereitung zu Hause
Ausdauer-Training: Joggen, Radfahren mit stetiger Belastung. Lieber 2 – 3x / Woche je 30 min, als alle 2 Wochen 1 Std.! Beinkraft-Training: Treppensteigen, Bergläufe. Am besten vor einem Aufenthalt im Gebirge einen allgemeinen Gesundheitscheck durchführen lassen!
Wichtige Hinweise zur Ausrüstung
Die Weitwanderung führt ins Hochgebirge. auch im Hochsommer sind winterliche Wettereinbrüche mit Schnee und Kälte möglich! Die Bergschuhe müssen schneetauglich und eine solide Grundstabilität für Restschneefelder, rutschiges Gras und Geröll haben. Dies entspricht mindestens der Kategorie b/C. Schuhe der Kategorie A/b oder weniger haben bei dieser Tour nichts zu suchen! Kälte- und Nässeschutz, wie Mütze, Stirnband, Handschuhe,
wasserdichte Funktionsjacke und Überhose ist obligatorisch! Teleskopstöcke sind sehr hilfreich. Stöcke stabilisieren uns. Sie schonen Muskeln und Gelenke. Absolut empfehlenswert!
Tag für Tag Übersicht
Tag 1
Branzoll – Aldein.
Wir starten vom alten Weinort Branzoll nach Tramin, der Heimat des Gewürztraminers in die Aldeiner Bach Schlucht. Von verlassenen Porphyrsteinbrüchen gerahmt schlängelt sich der alte Ochsenkarrenweg im luftigen Schatten des Bergwaldes stets begleitet vom frisch sprudelnden Nass. Am Waldrand angekommen erblicken wir die majestätisch über den Almwiesen auf der Bergkuppe thronende Aldeiner Kirche. Nach einem kurzen Abstieg erreichen wir den herrlich von Reben und Obstbäumen umgebenen, idyllisch gelegenen Koflhof.
ca. 4,5 h / ▲ 950 Hm / ▼ 200 Hm
Tag 2
Aldein – Truden – Gfrill.
Der Tag beginnt mit einem geruhsamen Abstieg nach Holen Olmi. über den Pausahof und eine alte Bahntrasse querend geht es über Truden und Gampensattel hinauf zur Hornalm (1.718m). Dieser tolle Aussichtsplatz (Dolomiten, Sarntaler, Fleimstaler Alpen) lädt zum Ausruhen und Verweilen ein. gemütlich geht es zum kleinen, einladenden Ort Gfrill (1.328m) hinab, der letzten deutschen Siedlung an der Salurner Sprachgrenze. Hier übernachten wir im bio-Landgasthof Fichtenhof – mit hervorragender Südtiroler gourmet-Küche. Mit etwas Glück erleben wir einem traumhaften Sonnenuntergang.
ca. 6 h / ▲ 660 Hm / ▼ 600 Hm
Tag 3
Gfrill – Lago Santo – Cembra
Heute verlassen wir die Provinz Bozen und betreten Trentiner Boden. überwiegend absteigend, unterbrochen von wenigen Anstiegen und erholsam über Höhenrücken führt unser Weg durch Wälder und Wiesen zum Heiligen See „Lago Santo“ (1.194m). Nach einer erfrischenden Badepause geht’s weiter hinab nach Cembra zum Hotel al Caminetto.
6-7 h, ▲ 200m, ▼ 780m
Tag 4
Cembra – Piazzo – Centrale – Malga Stramaiolo
eine kurze Taxifahrt bringt uns nach Piazzo (522m). über den „Sentiero delle Piramidi“ wandern wir an den Erdpyramiden von Segonzano (816m) vorbei. ein schöner Höhenweg führt zum Ort Quaras (958m) und nach Centrale (1.038m). Wir gelangen ins Fersental, auch das verzauberte Tal genannt. Später erreichen wir die gemütliche Malga Stramaiolo Farm, auf 1.678m. Auf der Sonnenterrasse bewundern wir das schroffe Relief der Brentagruppe. Morgen betreten wir die alpine Variante des e5, der in einem weiten Bogen auf dem Rücken der Fleimstaler Berge um Palai führt.
ca. 6 h / ▲ 1.100m / ▼ 180m
Tag 5
Malga Stramaiolo – Passo Val di Mattio – Monte Conca
Wir starten im Bergwald, steigen dort auf zur ehemaligen Tonnini Hütte. Dort beginnt die Alpine Variante des e5: Über einen Blockgrat erreichen wir schnell die Waldgrenze. Der Blick von den Ötztalern bis zu den Gardaseebergen ist fantastisch! Stetig auf und ab geht es weiter, über die Pässe Val di Mattio (2.290m) und Cagnon di Sopra (2.120m) bis zum Monte Conca (2.301 m), immer mit einmaliger Aussicht. Nachmittags erreichen wir die in einem Talkessel gelegene Berghütte Sette Selle (1.958m).
ca. 6 h /▲ 800m / ▼ 220m
Tag 6
Rifugio Sette Selle – Rifugio Serot
Früh starten wir zur Königsetappe. Im luftigen auf und ab mit atemberaubenden Panorama erreichen wir nach 4 Std. den Paso del Lago. Von dort wandern wir über schöne Almwiesen in 2 Std. zum liebevoll ausgebauten Rif. Serot (1.566m). Wir stoßen bei prasselndem Kaminfeuer auf die bestandenen Abenteuer an.
6 h / ▲ 600m / ▼ 800m
Tag 7
Rif. Serot – Roncegno Terme – Rückfahrt Branzoll
Morgens steigen wir gemütlich ab – in ca. 2,5 Stunden hinunter bis nach Roncegno Terme (400m). Von dort aus erreichen wir mit dem Zug in knapp 2 Stunden Branzoll bzw. Bozen.
2,5 h / ▲ 0m / ▼ 1.100m

